Veranstaltungsdetails
- 📅 Startdatum: 23/05/2025
- 🔚 Enddatum: 31/12/2026
- 📍 Ort: Rovereto
Das Italienische Kriegshistorische Museum in Rovereto widmet sich mit der Ausstellung „E noi che ne sappiamo?“ einer tiefgreifenden Auseinandersetzung mit dem kollektiven Gedächtnis. Die Schau untersucht, wie die italienische Kolonialgeschichte zwischen dem späten 19. Jahrhundert und dem Zweiten Weltkrieg erzählt wurde und wie sie heute betrachtet werden kann.
Durch eine fundierte Recherche in den eigenen Sammlungen und regionalen Archiven beleuchtet das Museum, wie koloniale Vorstellungen auf Stereotypen und romantisierten Lesarten basierten, die oft dazu dienten, Herrschaft und Gewalt zu legitimieren. Die ausgestellten Objekte, Dokumente und Propagandamittel fungieren als Zeugnisse mit doppelter Bedeutung: Sie sind sowohl historische Quellen kolonialer Propaganda als auch notwendige Werkzeuge für eine kritische Aufarbeitung der italienischen Kolonialgeschichte.
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Die Erzählung wird durch eine künstlerische Installation von Martina Melilli in Zusammenarbeit mit Attila Faravelli bereichert, die den historischen Kontext mit künstlerischem Ausdruck verbindet. Das Projekt, Teil des Euregio-Museumsjahres 2025, das sich Themen wie Gerechtigkeit und soziale Gleichheit widmet, lädt Besucher dazu ein, sich kritisch mit Vorurteilen und historischen Leerstellen auseinanderzusetzen, die bis heute nachwirken.


